III.

Bienvenue en 2017!

Ich wünsche allen ein frohes neues Jahr und hoffe, dass ihr gut und sicher reingerutscht seid!

Mein Silvester stand bei einer Freundin statt, wir waren 20, am Anfang des Abends kannte ich nur 7 Leute, aber es ist immer wieder schön, neue Bekanntschaften zu machen. An sich war es eine ganz entspannte Party, jeder hat was zu Essen und Trinken mitgebracht und somit gab es dann ein Buffet mit großer Auswahl. Neben der gewohnten Art und Weise, das neue Jahr zu beginnen, gab es eine Sache die mir nicht gefehlt, aber mich verwundert hat: Es war nicht ein Knaller oder Feuerwerk jeglicher Art zu sehen oder zu hören. Später habe ich dann erfahren, dass das hier verboten ist, solange es nicht von der Stadt organisiert ist und zwar aus letztlichen Anlässen. Das hat mich schon ein bisschen überrascht…

Ansonsten habe ich mein erstes französisches Weihnachten erlebt. Zum Glück war so viel los, dass für Heimweh nur wenig Zeit war. Meinen ersten „bulletin“, das Zeugnis was hier einmal pro Trimester an die Eltern verschickt wird, habe ich auch erhalten und bin damit voll und ganz zufrieden. Morgen geht es mit der Schule auch schon wieder los, aber es gibt gute Aussichten, denn in sechs Wochen gibt es die nächsten!

Mit diesen guten Aussichten sage ich jetzt erstmal Tschüss, einige Hausaufgaben sind nämlich noch zu erledigen…

II.

Nun bin ich seit bereits 2 Wochen hier in Raon-L’Étape, meinem Zuhause für die nächsten zehn Monate. Meine Gastfamilie ist super nett und ich wurde hier wie ein ganz „normales“ Familienmitglied aufgenommen. Auch wenn alles ganz schön anders ist, als ich es gewöhnt bin, freue ich mich bis jetzt über jede neue Erfahrung.

Meine erste Schulwoche in Frankreich ist auch bereits vergangen. Das ganze Schulsystem ist sehr anders als in Deutschland und bis jetzt finde ich es auch eher umständlich als praktisch (z.B. viele Freistunden) – vielleicht muss ich mich aber auch einfach nur daran gewöhnen und empfinde später die deutsche Handhabung als ungünstig. Dazu kommt, dass ich einen Schulbus, der 25 Minuten zur Schule fährt, nehmen muss, da das lycée erst in der nächstgrößeren Stadt ist. Dieser fährt aber nur einmal morgens hin und einmal mittags und einmal abends zurück. Es ist also egal, zu welcher Stunde man in die Schule muss, man ist immer um 7.40 Uhr da. Und egal wann man Schluss hat, man muss bis 12 Uhr oder 18 Uhr warten, um nach Hause zu fahren, es sei denn man hat jemanden, der einem mit dem Auto abholt, was allerdings fast nie der Fall ist.

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       Lycée Georges Baumont

Was mich fasziniert hat, war, dass „la rentrée“ (der erste Schultag nach den Sommerferien) hier etwas sehr Besonderes ist, was schon fast zelebriert wird. Fast jeder kauft sich neue Kleidung, zumindest neue Schuhe und die Schultasche wird schon ein paar Tage früher gepackt, um gut vorbereitet zu sein.

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Morgen am Tag des rentrées

Die ersten Eindrücke vom Unterricht sind ganz gut, mancher Unterricht ist natürlich einfacher zu verfolgen als andere, aber im Allgemeinen komme ich ganz gut zurecht, denn wenn ich etwas mal nicht verstehe, dann hilft mir meine Gastschwester, die genau denselben Unterricht hat wie ich.

Ansonsten habe ich schön begonnen, mich einzuleben, vermisse zwar meine gewohnte Umgebung mit meiner Familie und meinen Freunden und meine Selbstständigkeit und Unabhängigkeit, die ich in meinem „alten Zuhause“ hatte, fühle mich aber trotzdem wohl und bin gespannt auf die nächste Zeit…

I.

Nun ist es bei mir auch fast so weit… In weniger als einem Monat, am 26. August 2016, fahre ich schon nach Frankreich – nach Raon-L’Etape um genau zu sein. Dort werde ich bei meiner „famille d’accueil“ (zwei Eltern, zwei Gastbrüder und eine Gastschwester) wohnen und für zehn Monate Teil des Familienlebens sein.

Am 24. April 2016 habe ich das erste Mal etwas von meiner Gastschwester gehört. Sie hat zusammen mit ihrem Deutschlehrer eine sehr süße E-Mail geschrieben. Kurz danach habe ich auch von Ayusa Intrax Informationen über meinen Aufenthalt bekommen.

Bis heute habe ich fast täglich Kontakt zu meiner Gastschwester, die mir meine vielen Fragen geduldig beantwortet, mich bereits in ihr Leben hineingucken lässt und mir schon jetzt ins Herz gewachsen ist.

Hoffentlich fällt es mir dadurch etwas leichter, meine Familie und Freunde nicht zu sehr zu vermissen…


Im Moment versuche ich mich ein bisschen auf den Abschied vorzubereiten, indem ich mich so viel wie möglich mit Freunden treffe und gemeinsam etwas mit meiner Familie unternehme. Trotzdem ist es ein komisches Gefühl, für fast ein ganzes Jahr „Tschüss“ zu sagen.

Außerdem bin ich fleißig am Schreiben von Pack- und To-Do-Listen. Diese helfen mir dann hoffentlich dabei, nichts (oder eher weniger ;)) zu vergessen…